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Datenbankgestütztes Lizenzsystem


Seit Juni 2007 unterstützt SOG ERP (VACOS) die Hinterlegung von Lizenzen über die SOG ERP (VACOS) Datenbank.

Dies Lizenzverfahren hat den Vorteil, dass keine eigenen Netzwerkverbindungen für die Lizenzdienste mehr genutzt werden, was vereinzelt zu Problemen bei vielen aktiven Anwendungsprozessen geführt hatte.
Außerdem ist so eine höhere Verfügbarkeit von SOG ERP (VACOS) bei Verwendung von Windows-Clustersystemen gegeben, da nun auch der Zugriff auf Lizenzen über die fehlertolerantere Datenbankverbindung abgewickelt wird.

Einziger Nachteil dieses System ist es, dass bei Abbruch von Prozessen, evt. manuelle Eingriffe notwendig werden, um "Semaphoren" wieder freizugeben. Da es aber auch in der "ProzessInfo" Systematik zu Situationen kommen konnte, bei denen "Semaphoren" nicht automatisch freigegeben wurden, ist dieser Nachteil nur als "gering" zu bewerten.

Durch Hinterlegung von Startscripten kann das System so eingestellt werden, dass z.B. nach Neustart des SOG ERP (VACOS)-Servers zuerst einmal alle Semaphoren automatisch gelöscht werden.

Voraussetzungen


Folgende Versionen sind Voraussetzung zur Nutzung dieses Lizenzsystems:

 

SOG Windows Tools

8.1-2007.05.21 07:51:30

SOG Active Skin

7.2.070521.1054

SOG ERP (VACOS) CSharp

070521.330

SOG ERP (VACOS) Projektupdate

Ab 20.05.2007

Generierung der Lizenzen bei der SOG


Die Kundenlizenzen sind bei der SOG neu zu generieren.
Dabei muss vor der Neugenerierung in der Datei "user.txt" der Eintrag "LOCATION" auf den Wert "db:{Datenbankservername}" eingestellt werden.

Auslieferung von Lizenzen


Die Auslieferung der Lizenzdatei erfolgt wie bislang auch, und sollte beim Kunden die alte Lizenzdatei ersetzten!
Bei erster Aktivierung sollten Sie den "ProcessInfoDaemon" Dienst des SOG-Dienstes "hhcssrv" über das Kommando "hhcssrv -cfg" deaktivieren oder löschen.
Damit die alte Lizenzdatei ersetzt werden kann, darf diese nicht mehr durch den "hhcssrv" belegt sein.

Aktivieren des neuen Lizenzsystem


Die Aktivierung des neuen Lizenzsystems erfolgt durch Setzen der Variablen "SOGLizDb" auf den Namen der Lizenz-Datenbank.
Legen Sie die Datei env\{Environmentdomäne}\global.env an, und legen Sie folgenden Inhalt fest:

    sel GLOBAL
    env SOGLizDb (vacos)

Sie sollten außerdem die Zuweisung der Variablen "hhpsinfoServer" kontrollieren, und ggf. löschen.
Suchen Sie dazu in den ENV-Dateien die Zuweisung der Variblen "hhpsInfoServer", und löschen Sie diese.

    env hhpsInfoServer ()

Führen Sie anschließend das Kommando "regenv" durch.

Die Lizenzen sind nicht firmenabhängig. Bei Verwendung von unterschiedlichen Datenbank für unterschiedliche SOG ERP (VACOS)-Firmen sollten die Lizenzen in der Datenbank der 1. Firma eingetragen werden.

Laden der Lizenzen in die Datenbank


Die Lizenzen werden mit folgendem Kommando in die Datenbank geladen:

SOGERPConsole -lizload vacos

oder

SOGERPConsole -lizload s:\lizenz\vacos.lizz

Einstellungen zu dem neuen Lizenzsystem


Folgenden Einstellungen können zusätzlich vorgenommen werden, sollten jedoch nicht leichtfertig verändert werden:

 

SOGLizUpdInt

Aktualisierungsintervall. Anzahl Sekunden, nach denen alle CSharp Prozesse ihr "Lebenssignal" in der Tabelle "dbsema" aktualisieren. Initialwert: 60 (Sekunden).
Für Cobol-Prozesse ist dieser Wert konstant. Hier wird die Aktualisierung im Zuge einer Datenbanktransaktion, maximal jedoch alle 60 Sekunden durchgeführt.

SOGLizReorgTime

Anzahl Minuten, nach denen nicht aktualisierte Einträge automatisch aus der "dbsema" Tabelle entfernt werden. Initialwert: 60 (Minuten)

SOGLizSperrzeit

Anzahl Sekunden, die das Lizenzsystem gesperrt wird, nachdem alle Semaphoren gelöscht wurden, bis die Neureservierung von Semaphoren wieder erlaubt wird. In dieser Zeit haben laufende Prozesse die Möglichkeit ihren Semaphoreneintrag wieder neu zu schreiben. Initialwert: 120 (Sekunden)

Manueller Eingriffe nach Abbruch von Prozessen


Da nach dem Abbruch eines Prozesses, der eine Semaphore reserviert (z.B. p104/p204) der entsprechende Eintrag in der Tabelle "dbsema" noch ca. 60 Minuten lang dafür sorgt, dass kein Neustart der Anwendung möglich ist, kann in einer solchen Situation ein manueller (oder halbautomatischer) Eingriff notwendig werden.
Dazu stehen folgende Kommandos zur Verfügung:

    prc\clearoldproc.bat

Das Kommando "clearoldproc" löscht alle Prozesseinträge des aktuellen Servers oder Clients, deren Prozesse selbst nicht mehr aktiv sind, aus der Tabelle "dbsema" heraus.
Das Kommando kann föllig gefahrlos durchgeführt werden, da nur Einträge gelöscht werden, deren Prozesse nicht mehr existieren.

    prc\resetsema.bat

Das Kommando "resetsema" sollte nur im Notfall, z.B. nach einem vollständigen Systemcrash durchgeführt werden. Es werden ALLE Prozessinformationen gelöscht. Der Neustart von Programmen wird für 120 Sekunden blockiert. Anschließend läuft das System wieder normal weiter.

Das Kommando "clearoldproc" kann z.B. in Form eines Logon-Scriptes, oder einer "Restart" Funktionalität auf SOG ERP (VACOS)-Servern, SOG ERP (VACOS)-Terminalservern und sogar auf SOG ERP (VACOS)-Clients hinterlegt werden, um den Benutzern ggf. die Möglichkeit zu geben, aus eigener Kraft das SOG ERP (VACOS)-System wieder zu reaktivieren.

"resetsema" könnte als "Notnagel" z.B. auf dem Server "sogadm" Desktop verknüpft werden, um einem Operator eine einfache Möglichkeit für einen "Gesamtreset" zu geben.

Auch ohne Verwendung dieser Kommandos sollte nach 60 Minuten das System wieder "normal" funktionieren, da ja Semaphoreneinträge nach dieser Zeitspanne von selbst "auslaufen".