Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH-Verordnung) ist eine EU-Chemikalienverordnung, die am 1. Juni 2007 in Kraft getreten ist. REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals; also für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien.
Artikel 33 der REACH Verordnung regelt die Informationspflichten innerhalb der Lieferkette und gegenüber dem Verbraucher.
Die Informationspflicht innerhalb der Lieferkette und gegenüber dem Verbraucher besteht immer dann, wenn ein Erzeugnis einen Stoff aus Anhang XIV der REACH Verordnung mit einem Gewichtsanteil von 0,1% oder mehr enthält.
Innerhalb der Lieferkette müssen alle nachgeschalteten Akteure sofort über SVHCs informiert werden. Die Information besteht mindestens aus der Benennung des Stoffes, sie kann um Informationen zum sicheren Umgang mit dem Erzeugnis ergänzt werden.
Quelle: www.wikipedia.de
Zur Erfüllung der Informationspflicht im Zuge der REACH-Verordnung ist es mit SOG ERP möglich, automatisiert Listungen zu erstellen, die die betroffenen Artikel eines bestimmten Zeitraumes enthalten und automatisch per E-Mail in Form einer CSV- oder XML-Datei an die entsprechenden Kunden versandt werden können.
Zur Nutzung der Listungsverarbeitung REACH-Meldung in SOG ERP wird die Lizenz reach und das Recht reach benötigt.
Um die Listungsverarbeitung REACH-Meldung über den SOG ERP Service nutzen zu können, muss dieser für die Verarbeitung von Listungsaufträgen eingerichtet werden (siehe SOG ERP Service).
Ermittlung der meldepflichtigen Artikel
Die Ermittlung der Artikel, für die Meldepflicht laut REACH-Verordnung besteht, erfolgt in SOG ERP über die Buchungen für einen bestimmten Zeitraum. Über den Materialcode des Lieferartikels des Buchungssatzes werden hier diejenigen Basismaterialien herangezogen, deren Materialklasse mit der im Standardparameter (p001) unter Basismaterialien hinterlegten Materialklassen übereinstimmen.
Über den Parameter REACH-Meldung werden Einstellungen vorgenommen, die die REACH-Verarbeitung beeinflußen. Die Pflege des Parameters erfolgt über die Dialogmaske Parameter REACH-Meldung.
Für jedes zu verarbeitende Personenkonto muss es mindestens einen Listungsaufbereitungsatz geben. Dieser Listungsaufbereitungssatz kann entweder einen reinen Kontobezug haben oder einen zusätzlichen Bezug zu einem Ansprechpartner. Hier können mehrere Listungsaufbereitungssätze verwendet werden, z. B. einen Satz, der nur einen Bezug zum Personenkonto aufweist und mehrere weitere Listungsaufbereitungssätze, die eine zusätzliche und evtl. abweichende Aubereitung der Listung für einzelne Ansprechpartner des Personenkontos steuern.
Über die Listungsaufbereitung wird dabei festgelegt, welche Listungsversandsteuerung für die Erstellung und den Versand der Listung verwendet werden soll. Der Zugriff auf die Listungsversandsteuerungen erfolgt dabei in mehreren Stufen, bis eine Listungsversandsteuerung gefunden wurde:
Bei Ansprechpartnerbezug: Zugriff auf Listungsversandsteuerung mit Ansprechpartnerbezug
Zugriff auf Listungsversandsteuerung mit Kontobezug
Zugriff auf Listungsversandsteuerung mit Bereichsbezug
Die Pflege der Listungsaufbereitungssätze erfolgt über die Übersicht der Listungsaufbereitungen.
Die Listungsversandsteuerung enthält alle notwendigen Angaben zum Versand der E-Mail und einige weitere Optionen zur Erstellung der Listung. Hier werden sowohl der Betreff als auch der Text der E-Mail hinterlegt und es können darüber hinaus auch mehrere CC- und BCC-Empfänger angegeben werden. Mit der Listungsversandsteuerung können auch weitere Listungsversandanhänge verknüpft werden, die der E-Mail als zusätzlichen Anhänge neben der eigentlichen Listung angefügt werden.
Neben den Angaben zur E-Mail wird über die Listungsversandsteuerung auch festgelegt, welche XMLInfo-Konfiguration zur Erstellung der eigentlichen Listung verwendet wird.
Bei der Verarbeitung der Listungsversandsteuerung über die Jobverarbeitung REACH-Meldungen oder die REACH-Verarbeitung über den SOG ERP Service erfolgt für den Betreff und den Text der E-Mail eine Variablenersetzung.
Die Pflege der Listungsversandsteuerungen erfolgt über die Übersicht der Listungsversandsteuerungen.
Zu einer Listungsversandsteuerung können mehrere Listungsversandanhänge hinzugefügt werden. Listungsversandanhänge können über die Bearbeitung der Listungsversandsteuerung importiert werden oder aus bereits vorhandenen Listungsversandanhängen, die zu anderen Listungsversandsteuerungen importiert worden sind, ausgewählt werden.
Die Listungsversandanhänge werden beim Versand der E-Mail als Anhänge zusammen mit der erstellten Listung mitgeschickt.
Der Listungsauftrag fungiert als Steuerungssatz für die Verarbeitung einer Listungsaufbereitung im Zuge der REACH-Verarbeitung über den SOG ERP Service. Der Listungsauftrag enthält dabei zusätzliche Informationen zur Verarbeitung im Testmodus und zur Benachrichtigung eines Sachbearbeiters.
Listungsaufträge entstehen aus der Auftragserstellung REACH-Meldung heraus, die wiederum über die Übersicht der Listungsaufbereitungen aufgerufen wird.
Neben dem Listungsauftrag entstehen auch mehrere Listungsauftragsparameter, die der REACH-Verarbeitung das Startdatum, das Enddatum und das Kennzeichen für vorläufige Verarbeitung mitteilen.
REACH-Verarbeitung über den SOG ERP Service
Bei der REACH-Verarbeitung über den SOG ERP Service wird auf Basis einer Listungsaufbereitung eine REACH-Verarbeitung durchgeführt. Der SOG ERP Service prüft dabei in regelmäßigen Abständen, ob ausstehende Listungsaufträge vorhanden sind und verarbeitet diese. Das Ergebnis der Verarbeitung wird dabei über den Status des Listungsauftrags zurückgemeldet. Bei erfolgreicher Verarbeitung des Listungsauftrags kann auch eine automatische Löschung des Listungsauftrags erfolgen. Der Zustand der einzelnen Listungsaufträge kann über die Übersicht der Listungsaufträge eingesehen werden. Hier können auch vorhandene Listungsaufträge gelöscht und fehlerhafte Listungsaufträge für eine erneute Verarbeitung zurückgesetzt werden.
Weitere Einstellungen zur Steuerung der REACH-Verarbeitung können über den Parameter REACH-Meldungen vorgenommen werden.
Die Jobverarbeitung REACH-Meldung ermöglicht die automatisierte Verarbeitung von Listungsaufbereitungen über einen Job. Die Selektion der zu verarbeitenden Listungsaufbereitungen erfolgt dabei entweder über ein einzelnes Konto oder über eine Kontenauswahl. Wenn weder ein einzelnes Konto noch eine Kontenauswahl angegeben ist, werden alle vorhandenen Listungsaufbereitungen verarbeitet.
Die durch die Selektion ermittelte Liste der Listungsaufbereitungen kann über eine Filterung weitere eingeschränkt. Bei der Filterung werden nur diejenigen Listungsaufbereitungen verarbeitet, die auf Basis des aktuellen Tagesdatums und des Aufbereitungsrhytmus zur Verarbeitung anstehen.
Weitere Einstellungen zur Steuerung der REACH-Verarbeitung können über den Parameter REACH-Meldungen vorgenommen werden.
Einrichtung der Jobverarbeitung
Bei der Einrichtung des Jobs sind folgende Angaben notwendig:
Der Jobname kann frei vergeben werden
Hier muss als Funktionstyp Programm angegeben werden
Als Funktion muss hier ReachmeldungJob angegeben werden
In den Vorlaufdaten der Jobverarbeitung REACH-Meldung kann über den Sachbearbeiter und das dazugehörige Benachrichtigungskennzeichen festgelegt werden, ob nach der Durchführung der Jobverarbeitung ein Protokoll erstellt und versendet wird.
Wenn hier als Benachrichtigungskennzeichen Benachrichtigung über E-Mail (1) eingestellt wird, muss eine E-Mail-Adresse als Absenderadresse der E-Mail festgelegt werden. Diese Einstellung wird über die Option Listungsprotokoll.Absender vorgenommen.
Eine beispielhafte XMLInfo-Konfigurationsdatei steht im Projektverzeichnis unter config.basis\Reach_xmlinfo.xml zur Verfügung.
Zur Erzeugung einer grundlegenden XMLInfo-Konfiguration kann auch das Programm p473 - Konfigurator REACH-Meldung (reachkonf) genutzt werden.