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Jobverarbeitung


 

Hinterlegung und Steuerung von SOG ERP (VACOS)-Jobs


Über SOG ERP (VACOS)-Jobs ist es möglich immer wiederkehrende Aufgaben zeitgesteuert zu hinterlegen, und ausführen zu lassen. Mit der Version 2 dieser Jobsteuerung ist es nun im Zusammenhang mit SOGActiveSkin möglich, solche Jobs über die SOG ERP (VACOS)-Datenbank zu pflegen und zu steuern. Dies bietet dem Anwender gegenüber der alten Methode der Jobsteuerung über die "Geplanten Task" eine Fülle von Vorteilen und Möglichkeiten:

  • Die Hinterlegung von Jobs, Jobaufträgen und Jobeinplanungen erfolgt über eine Einheitliche Oberfläche.

  • Die Jobsteuerung ermöglicht nun die Erstellung von Jobs, die auf unterschiedlichen Jobservern parallel abgearbeitet werden können. Dadurch können sowohl Multiprozessormaschinen, als auch mehrere vorhandene Server optimaler ausgelastet werden. Sogar Clients können nun, auf Wunsch, Jobs ausführen.

  • Eine Fülle neuer Einplanungseigenschaften ermöglicht eine einfache Festlegung von Ausführungsplänen. Dabei können Ausführungszeiten, Ausführungswochentage und Ausführungspausen (Feiertage) definiert werden.

  • Eine Einplanung kann manuell, einmalig, täglich, wöchentlich, monatlich oder über ein Zeitintervall erfolgen.

  • Durch die Trennung der Ausführungseinheit in einen eigenen Prozess kann nun besser auf die Besonderheiten von Windows-Clustern eingegangen werden.

  • Bei entsprechender Konfiguration des Systems haben nun auch Endbenutzer die Möglichkeit eigene Jobs zu erstellen und einzuplanen.

  • Über eine definierbare Textersetzung können z.B. Kalenderdaten (von Datum/bis Datum) innerhalb eines Jobs automatisch auf das jeweils aktuelle Datum angepasst werden.

  • Volle Integration von SOGForms.

Erstellen eines Jobs


Über die SOGActiveSkin Funktion "job" können alle Verwaltungsfunktionen der Jobverwaltung angesteuert werden. Die Funktion befindet sich im Startmenü unterhalb von "Systemfunktionen".

Auf dem ersten Reiter "Jobs" können neue Jobs erstellt oder vorhandene Jobs verwaltet werden. Zum Erstellen eines neuen Jobs geben Sie bitte den Jobnamen im Datenfeld "Jobname" ein, und betätigen Sie die Schaltfläche "Schritt anhängen".

In der linken Übersicht erscheint der neue Job, in der mittleren Tabelle der neue Jobschritt, und im rechten Property-Grid werden die Eigenschaften des Jobschritts dargestellt.

Sie können nun die Eigenschaften des Jobschrittes, je nach Bedarf, anpassen. Die Eigenschaften haben folgende Bedeutungen:

 

Name

Name des Jobs

Nr

Nummer des Jobsschritts. Diese Nummer wird bei Verschiebung der Jobschritte untereinander neu vergeben.

Firma

Firmenkürzel für die Ausführung des Jobschritts (z.B. 01).
Wird hier keine Angabe gemacht, wird die Firma verwendet, die bei der Jobeinplanung angegeben wurde. Ist auch dort keine Angabe gemacht, wird die Firma verwendet, unter der der Jobhandler gestartet wurde.

Gruppe

Name einer Jobschritt-Gruppe. Ist hier ein Name angegeben, kann durch setzen der "Bei Fehler" Eigenschaft auf den Wert "GruppeAbbrechen" dafür gesorgt werden, dass die gesamte Gruppe von Jobschritten abgebrochen wird, wenn die Verarbeitung dieses einzelnen Jobschritts mit Fehler beendet wird. Ist diese Eigenschaft nicht gefüllt, gehört der Jobschritt keiner Jobschrittgruppe an.

Level

Ausführungslevel. Über den Ausführungslevel kann die Reihenfolge der Verarbeitung einzelner Jobschritte, sowie die Parallelisierung der Jobbearbeitung definiert werden. Alle Jobschritte, die den Wert "0" in der Eigenschaft "Level" haben, werden einzeln - nicht parallel - nacheinander abgearbeitet. Ist "Level" bei mehr als einem Jobschritt auf einen Wert > "0" gesetzt, können alle Jobschritte mit dem gleichen Level gleichzeitig ablaufen, vorausgesetzt es gibt mehr als einen zur Abarbeitung in Frage kommenden "Jobhandler". Nach Abarbeitung aller Jobschritte eines Levels werden die Jobschritte des nächst höheren Levels aktiviert und ebenso parallel abgearbeitet.

Status

Setzten Sie den Status eines Jobschritts auf "gesperrt" um die Abarbeitung dieses Jobschritts vorübergehend zu sperren. Wird der Job aktiviert, werden gesperrte Jobschritte nicht bearbeitet.

Text

Beschreibung des Jobschritts.

User

Sachbearbeiter, der diesen Jobschritt als letztes verändert hat. Die Eigenschaft kann nicht verändert werden. Sie wird automatisch bei Veränderung von Jobschritten beeinflusst.

Ausführungsuser

Sachbearbeiter, unter dem der Jobschritt ausgeführt werden soll. Ist das Feld leer, wird der Sachbearbeiter verwendet, unter dem der ausführende Jobhandler gestartet wurde. Die Angabe eines fremden Sachbearbeiters in diesem Feld ist nur Sachbearbeitern möglich, die das SOG ERP (VACOS) Recht "jobadmin" besitzen.

Funktion

Eigentliche auszuführende Funktion. Je nach "Typ" hinterlegen Sie hier den Programmnamen, das Kommando oder andere notwendige Parameter.
Beginnt die Funktion mit einen Ausrufezeichen, wird der Jobschritt nicht ausgeführt. (Deaktivierung von Jobschritten)

Soll ein Programm innerhalb einer Job-Verarbeitung mit Trace gestartet werden, so kann hier nach dem Programmnamen mit der Syntax ",trc=Umfang" der Trace aktiviert und der Umfang festgelegt werden.

Hierbei ist zu beachten, dass es eine Systemsteuerungsdatei gibt, die die entstandenen Dateien nach 24 Stunden löscht (zurzeit aktuelle Stundeneinstellung im Script).

Außerdem werden die Trace-Dateien nicht im bekannten $TEMP\sogtemp\trace, sondern eine Ordnerebene oberhalb vom $TEMP zu finden.

 

Para1

Weitere, funktionsbedingte Parameter.

Para2

Weitere, funktionsbedingte Parameter.

Parameter

Zeiger auf eine Satz von Vorlaufdatenparametern. Dieser Wert wird automatisch gepflegt.

Typ

Ausführungstyp.
Programm=SOG ERP (VACOS) Programm oder CS-Funktion.
Programm=SOG ERP (VACOS) Programm oder CS-Funktion.
Kommando=Shell Kommando.
Dateipruefen=Prüfen des vorhandenseins einer Datei.
Firmenwechsel=Setzen einer neuen Ausführungsfirma.
Unterjob=Name eines auszuführenden Unterjobs.
SOGFromRef=SOGForms-Aufruf.
SOGForms=SOGForms-Aufruf

Bei Fehler

Steuert die Reaktion des Jobsystem bei Auftreten eines Fehlers während der Ausführung dieses Jobschrittes. "FehlerIgnorieren" bedeutet: Der Fehler wird zwar protokolliert, ansonsten aber ignoriert. Die Jobausführung wird normal fortgesetzt. "JobAbbrechen" bedeutet: Bei einem Fehler wird der gesamte restliche Job nicht mehr zu Ende verarbeitet, sondern aller verbleibenden Jobschritte werden abgebrochen. "GruppeAbbrechen" bedeutet: Alle Jobschritte, die zur gleichen "Gruppe" gehören werden abgebrochen. Jobschritte einer anderen Gruppe werden nicht beeinflusst.

Max Lauf. Fkt.

Funktion, die bei erreichen der maximalen Laufzeit eines Jobschrittes durchgeführt werden soll.
"Kill": Der für den Jobschritt gestartete Prozess wird mit Betriebssystemmitteln "terminiert". Achtung: Dies kann evtl. zu unvorhergesehenen Zuständen in der Anwendung führen! Kill hat für Unterjobs keine Wirkung und wird ignoriert.
"Fortsetzen": Der noch laufende Jobschritt wird "vergessen", und der restliche Job wird ohne Warten auf das Ende des Jobschrittes fortgesetzt.

Max. Laufzeit (Minuten)

Anzahl Minuten, die auf das Ende eines Jobs gewartet wird. Nach Ablauf dieser Zeit wird die in "Max Lauf. Fkt." definierte Funktion ausgelöst. Ist "Max. Laufzeit Minuten" = "0" und "Max Lauf. Fkt." = "Fortsetzen" wird der Job nach Start des Jobschrittes sofort fortgesetzt.

Max. warten (Minuten)

Anzahl Minuten, die, nach Aktivierung eines Jobschritts, maximal vergehen dürfen, bis dieser ausgeführt wird. Wird bei Start des Jobschritts festgestellt, dass die maximale Wartezeit überschritten wurden, tritt die in "Max. warten Fkt" definierte Funktion in Kraft.

Max. warten Fkt.

Funktion die ausgelöst wird, wenn zwischen Aktivierung und Start eines Jobschrittes mehr als "Max. warten Minuten" vergehen. "SchrittMitFehlerAbbrechen" bedeutet: Der Schritt wird nicht ausgeführt, und mit einem Fehlerstatus beendet. Es tritt automatisch die in "Bei Fehler" definierte Funktion in Kraft. "SchrittIgnorieren" bedeutet: Der Schritt wird nicht ausgeführt. Es erfolgt kein "Fehler".

Mutex Definition

Legt ein oder, durch Komma getrennt, mehrere Mutex-Begriffe fest, die durch diesen Jobschritt definiert werden. Beginnt der Eigenschaftentext mit "#" werden keine weiteren Begriffe aus der Mutex-Konfiguration hinzugefügt. Beginnen die Begriffe mit "-" sind sie nicht firmenabhängig.

Mutex Prüfung

Legt ein oder, durch Komma getrennt, mehrere Mutex-Begriffe fest, die vor Ausführung des Jobschritts geprüft werden. Ist ein Jobschritt aktiv oder geplant, der einen geprüften Mutex-Begriff definiert, kann der Jobschritt nicht ausgeführt werden. Beginnt der Eigenschaftentext mit "#" werden keine weiteren Begriffe aus der Mutex-Konfiguration hinzugefügt. Beginnen die Begriffe mit "-" sind sie nicht firmenabhängig.

Prio.

Steuert die Ausführungspriorität. Schritte mit kleinerer Priorität werden vorrangig abgearbeitet.

Restart

Legt fest, ob nach einem Systemfehler ein ehedem aktiver Jobschritt neu gestartet werden soll, oder nicht. "Erlaubt" bedeutet: Der Jobschritt wird neu gestartet. "Nicht erlaubt" bedeutet: Der Jobschritt wird mit Fehler abgebrochen. In dem Fall tritt die in "Bei Fehler" definierte Funktion in Kraft.

Serverattr.

Für diesen Jobschritt benötigte Serverattribute. Hier kann festgelegt werden, auf welchem Jobserver die Ausführung eines Jobschrittes gestattet sein soll. Attribute können beliebig vereinbart werden. Mehrere Attribute werden durch Komma getrennt angegeben. Die Jobausführung startet nur auf einem Jobhandler, der alle benötigten Attribute aufweist.

Rückmeldefkt.

Diese Funktion steuert die Art der Rückmeldung bei Beenden dieses Jobschritts. "MailBeiEnde" bedeutet: Der in "Rückmeldung" definierte Sachbearbeiter bekommt eine Email, die ihn über das Ende des Jobschrittes informiert. "MailBeiFehler" bedeutet: Die Rückmeldeemail wird nur bei fehlerhafter Beendigung abgesetzt. "AufgabebeiEnde" und "AufgabeBeiFehler": Die Benachrichtigung erfolgt nicht über eine Email, sondern durch Erzeugung einer neuen Aufgabe im SOG ERP (VACOS)-Aufgabensystem.

Rückmeldung

Definiert den Sachbearbeiter, der die Rückmeldung über die Beendigung des Jobs bekommt. (Siehe Rückmeldefkt.)
Ist hier kein Sachbearbeiter angegeben, bekommt der aktivierende Sachbearbeiter die Rückmeldung.

Aktualisiert

Letztes Aktualisierungsdatum des Datensatzes.

Löschen eines Jobschrittes


Klicken Sie in der mittleren Tabelle auf den zu löschenden Jobschritt. Unter "Jobname" und "Schritt" wird der zu löschende Jobschritt angegeben. Klicken Sie nun auf "Schritt löschen".

Hinterlegung von Vorlaufdaten für einen Jobschritt


Viele Batch-Programme benötigen Vorlaufdaten. Um Vorlaufdaten zu hinterlegen gehen Sie wie folgt vor:

  • Legen Sie den Jobschritt neu an.

  • Wählen Sie "Typ" = "Programm".

  • Tragen Sie unter "Funktion" den Programmnamen ein ( z.B. "p130").

  • Klicken Sie nun auf die Schaltfläche "Vorlaufdaten".

  • Tragen Sie die gewünschten Vorlaufdaten ein, und beenden Sie die Maske mit "Weiter".

  • Alternativ können Sie den Jobschritt auch "Doppelklicken".

Kopieren und Verschieben von Jobschritten


Verwenden Sie die Maus, und "Drag and Drop" um Jobschritte in der mittleren Tabelle umzusortieren. Halten Sie die Strg-Taste gedrückt, werden Jobschritte nicht umsortiert, sondern kopiert. Bei Kopieren eines Jobschritts werden auch die für diesen Schritt hinterlegten Vorlaufdaten kopiert. Jeder Jobschritt enthält aber immer eigene, unabhängige Vorlaufdaten.

Kopieren eines Jobschrittes in einen anderen Job


Verwenden Sie die Maus, und "Drag and Drop" um Jobschritte aus einem Job in einen anderen zu kopieren. Ziehen Sie den gewünschten Jobschritt aus der mittleren Tabelle, und lassen Sie diesen links auf die Tabelle der Jobs, auf den gewünschten Job fallen. Der Jobschritt wird am Ende des Zieljobs hinzugefügt. Bei dieser Funktion wird immer kopiert, nicht verschoben!

Löschen eines vollständigen Jobs


Wählen Sie im Funktionsmenü den Punkt "Job löschen", um einen vollständigen Job mit allen seinen Jobschritten und Vorlaufdaten zu löschen.

Kopieren eines vollständigen Jobs


Wählen Sie den zu kopierenden Job. Tragen Sie in dem Datenfeld "Neuer Jobname" einen neuen Jobnamen ein. Klicken Sie dann die Schaltflächen "Job kopieren".

Einbindung von SOGForms


Für die Einbindung von SOGForms stehen 2 Jobschritt-Funktionen zur Verfügung:

 

SOGFormRef

Einbindung einer "sogformref"-Datei (xmlinfo-Systematik). Als "Typ" wählen Sie "SOGFormRef". Tragen Sie den Namen des gewünschten Formulars unter "Funktion" ein. Legen Sie den Namen der SOGFormRef-Datei unter "Para 1" fest (Keine Pfadangabe, z.B. "AufgabenControlling.sogformref"). Tragen Sie den gewünschten Ausgabepfad oder Druckernamen unter "Para 2" ein. Soll die Ausgabe in eine PDF-Datei erfolgen, stellen Sie dem Namen einen "-" voran.
Beispiel:

Typ

SOGFormRef

Funktion

Druck

Name des Formulars

Para 1

AufgabenControlling.sogformref

Name der SOGFormRef-Steuerdatei

Para 2

-${fn:spool:user}\Druck.pdf

Ausgabe einer PDF-Datei in den User-Spool des aktuellen Sachbearbeiters

SOGForms

Einbinden einer "sogforms"-Datei (SQL-Systematik). Als "Typ" wählen Sie "SOGForms". Tragen Sie den Namen des gewünschten Formulars unter "Funktion" ein. Legen Sie den Namen der steuernden SQL-Datei unter "Para 1" fest (Relative Pfadangabe zum aktuellen Projekt). Tragen Sie den gewünschten Ausgabepfad oder Druckernamen unter "Para 2" ein. Soll die Ausgabe in eine PDF-Datei erfolgen, stellen Sie dem Namen einen "-" voran.
Beispiel:

Typ

SOGForms

Funktion

t1

Name des Formulars

Para 1

SOGForms\Testdaten\f003.b.sogformsql

Name der SQL-Datei

Para 2

lp2 Druckername

Einbindung von Kommandodateien


Um eine Kommandodatei (.bat) über die Jobsystematik aufzurufen, nehmen Sie folgende Einstellungen vor:

 

Typ

Kommando

Funktion

Name der BAT Datei

Para 1

Parameter an die BAT Datei

Gruppierung der Jobliste


Um in der Liste der Jobs eine Gruppierung der Anzeige zu erreichen, kann bei der Wahl des Jobnamens das Zeichen "/" als Trennzeichen zwischen einem Gruppennamen und dem eigentlichen Jobnamen verwendet werden. Durch entsprechende Konfiguration der Jobliste kann dann eine Gruppierung der Jobeinträge erreicht werden.
Beispiel:
Jobname: Nacht/Montag

 

#job