In dieser Übersicht werden die Daten aus den Aufträgen (Verkauf und Einkauf), aus den Offenen Posten, aus der Artikelbuchungstabelle und aus den „Liquidität Faktoren“ dargestellt.
Basis der Auftragsdaten sind die lieferfähigen/zugeteilten Positionen mit dem dazugehörenden Zahlungsziel und Lieferwert (f090-termin).
Positionen deren Zahlungsziel vor dem aktuellen Monat liegen, werden im Vormonat gesammelt. Das gilt ebenfalls für die Offene Posten. Positionen mit einem Zahlungsziel ab dem aktuellen Monat werden entsprechend dem Zahlungsziel in die Übersicht abgestellt. Aus der Artikelbuchungstabelle werden die Werte für Zoll, Verbrauchssteuer und die Erstattung für den Laufenden und den Folgemonat ermittelt. Dazu werden aus den „DivZahlungen“ bereits geleistete Zahlungen gegenübergestellt.
Die Übersicht stellt die Beträge als Forderung oder Verbindlichkeit dar, je nach Ursprung der Daten. Zu diesen beiden Werten, wird ein Saldo mitgeführt. Dieser Saldo beginnt mit dem Chronologisch ersten Datensatz und wird auch Chronologisch weitergeführt bis zum letzen Datensatz. So spiegelt dieser Wert die fortlaufende Liquidität wieder.
Es können zwei Darstellungen angezeigt werden, eine Darstellung der Ist-Werte und eine Darstellung von Plan-Werten. Zu beiden Darstellungen wird ein Saldo, wie oben beschrieben gebildet. Je nach Eintragung in der Tabelle F153 („Liquidität Faktoren“) werden die Werte als Plan-Wert oder Ist-Wert oder beides übernommen. Eine Ausnahme sind die Werte aus den Aufträgen, sie sind grundsätzlich nur Ist-Werte.
Plan-Werte für Aufträge können nur dann erzeugt werden, wenn in den „Liquidität Faktoren“ ein Kostentyp „GeplanteAusgangsRechnung“ oder „GeplanteEingangsRechnung“ hinterlegt wird. Die tatsächlichen Ist-Werte werden parallel dazu Monatsweise ermittelt. Überschreiten die Ist-Werte den Überschreitungs-Prozentsatz gilt der Ist-Wert dann als Plan-Wert. Dazu wird der Text mit einem Hinweis versehen, das hier die Plan-Wert durch den Ist-Wert ersetzt wurde.
Das „Ende“ der Daten, resultiert aus den Zahlungszielen der Aufträge und der Offenen Posten. Aus diesen Daten wird das höchste vorkommende Zahlungsziel mit einen „Monats-Aufschlag“ (3 Monate) versehen und als "Ende-Datum" für die Faktoren herangezogen.
Offene Posten mit dem Mahnschlüssel 9 werden als Sonderfall betrachtet. Diese Offenen Posten werden nicht in das Raster gemäß Ihres Zahlungsziels abgestellt sondern in den Folgemonat des "Ende-Datums". Mit dieser Funktion können z.B. Rechtsfälle behandelt werden.
Das Zahlungsziel der Verkäufe wird wie folgt ermittelt.
- Termin der Position oder das Valuta Datum wenn dieses größer ist (f090-termin/f092-val-dat) abzüglich der Valuta (f092-valuta)
Berechnung der Fälligkeit mit diesem neuen Termin.
Das Zahlungsziel der Einkaufsaufträge kann bei Vorauskasse "Zahlung vor Warenversand" durch eine Kennzeichnung im Programm c187 - Zahlungsarten (zahlart) gesteuert werden. In diesem Fall wird dann das Zahlungsziel vorverlegt (Lieferdatum minus Versandzeit).
Das Zahlungsziel eines Verkaufsauftrages kann über das Beurteilungskennzeichen des Kunden mit einer Karenzzeit versehen werden. Die Karenzzeit wird dann auf die bereits ermittelte Fälligkeit addiert. Ebenfalls über das Beurteilungskennzeichen kann der Kunde als "Skonto Zahler" gekennzeichnet werden.
Dadurch wird der Betrag, wenn eine entsprechende Zahlungsbedingung erfasst wurde, um den Skonto Betrag verringert und die Fälligkeit auf den ersten Termin gem. Skonto Berechnet.
Erzeugt werden die Werte in einen Nachtjob.
Die Auswertung kann nach Mandanten getrennt werden. Die Mandanten werden in den Aufträgen und der Artikelbuchungstabelle über die Abteilung Ermittelt. Aus den Offenen Posten wird der Mandant direkt übernommen. Die Werte aus den „Liquidität Faktoren“ und den „DivZahlungen“ sind Mandanten abhängig erfassbar. Wenn die Werte erzeugt werden, erfolgt das für jeden in den Aufträgen und Offenen Posten vorkommenden Mandanten. Zu jedem dieser Mandanten werden die Werte aus den Faktoren, Diversen Zahlungen und der Artikelbuchungstabelle geholt.
Fehlen in den Aufträgen und Offenen Posten die Einträge für Abteilung/Mandant, werden diese Aufträge und Offenen Posten auf einen FehlerMandanten gebucht.
Diese Fehlermandant hat die Nummer 99 (kann in den Optionen geändert werden).
Parallel zu jedem Mandanten wird ein Kumulations-Mandant gebildet, dieser Mandant enthält alle Daten der vorkommenden Mandanten und stellt damit die Komplettübersicht dar. Für diesen Mandanten ist ein separates Recht notwendig. Nur in der Übersicht der Liquiditätswerte ist dieser Mandant im DropDown auswählbar.
Eine Einschränkung der Rechte kann nur auf der Abteilungsebene erfolgen. Ein Sachbearbeiter kann dann in der Liquiditätsbearbeitung nur Mandanten anwählen, für die er das Recht in der entsprechenden Abteilung hat.
Über die Option "Liquidität.ExcludeVAbt" kann eine Verkaufsabteilung aus der gesamten Berechnung ausgeklammert werden.
Über die Optionen "Liquidität.FactoringSplitt" "Liquidität.FactoringSelKz" können Verkaufsaufträge gesplittet werden. Dazu wird ein Prozentsatz hinterlegt, der den Wert des Auftrages splittet und die erste Teilsumme ohne Berücksichtigung des Zahlungsziels aber mit einem Aufschlag von Tagen einordnet. Die Restsumme wird dann auf Basis des Zahlungsziels eingeordnet.
Um die Kunden zu kennzeichnen, die vom Factoring betroffen sind, kann ein Selektionskennzeichen in den Optionen hinterlegt werden (Nummer der Selektion). Zusätzlich die Angabe, welcher Inhalt des Selektionsfeldes geprüft werden soll.
Um das Factoring auszulösen, muss
1. das Selektionskennzeichen (Nummer)
2. der Inhalt des Selektionskennzeichens
3. der Prozentsatz
in den Optionen eingetragen sein.