Environmentdateien dienen zum laden von bestimmten Environmentvariablen in die Registry des aktuellen Rechners. Die Programme lesen Environments dann nicht aus diesen Dateien, sondern direkt aus der Registry.
Aufbau der Dateien:
# Beispiel für eine Firmendatei
sel FIRM - 01
env TBR (01)
env FABEZ (Toolstest SQL Server 7.0)
Kommentarzeilen könen durch "#"-Zeichen begonnen werden.
Die Zeilen sind in einzelne Felder unterteilt, die jeweils durch ein oder mehr Leerschritte voneinander getrennt sind. Enthällt ein Wert selbst einen Leerschritt, muß dieser Wert in Anführungszeichen oder Klammern gesetzt werden. Üblicherweise werden alle Env-Werte in Klammern gesetzt.
Das 1. Feld einer jeden Zeile definiert die Funktion. Die anderen Felder sind Parameter für diese Funktion.
Sonderzeichen können durch das Backslash-Zeichen eingeleitet werden. Nach dem Backslash kann eines der folgenden Zeichen verwendet werden:
Blank (0x20)
Formfeet (0x0c)
Newline (0x0a)
Carriagereturn (0x0d)
Tab (0x09)
Verticaltab
Backslash
3-Stelliger Octal-Wert des Zeichens
Folgende Funktionen sind definiert:
Die Funktion "sel" selektiert für alle nachfolgenden Befehle den aktuell betroffenen Environmentbereich. Über "sel" wird also der Bereich für die nachfolgenden "env" Funktionen definiert.
sel Bereich Projekt Firma Programm
SOG-Windows-Tools Umgebungsbereich. Folgende Bereiche sind definiert:
PROG, USER_PROG, FIRM, USER_FIRM, PROJ, USER_PROJ, GLOBAL, USER
Name des Projektes, für Ablage der nachfolgenden Variablen.
Das Zeichen "-" definiert das aktuelle Projekt.
Name der Firma, für Ablage der nachfolgenden Variablen.
Das Zeichen "-" definiert die aktuelle Firma.
Name des Programms, für Ablage der nachfolgenden Variablen.
Das Zeichen "-" bedeutet keine Änderung des Programmnamens.
Die Funktion "env" setzt eine Variable auf den angegebenen Wert. Wird kein "Wert" angegeben, wird die angegebene Variable gelöscht.
env Variable Wert
Name der Variablen
Wert, auf den die Variable gesetzt werden soll. Sind Blanks enthalten, muß der Wert in Klammern gesetzt werden. Backslash müssen als Doppel-Backslash geschrieben werden.
Die Funktion "envexp" führt eine einfache Variablenauflösung über den angegebenen Wert durch, und setzt dann das Ergebnis dieser Auflösung als Wert der Variablen
envexp Variable Wert
Name der Variablen
Wert, auf den die Variable gesetzt werden soll. Sind Blanks enthalten, muß der Wert in Klammern gesetzt werden. Backslash müssen als Doppel-Backslash geschrieben werden.
envexp ZFILE (${PROJ}\\tmp\\${HHLANG}\\${USERNAME}.txt)
Setzt die Vairable ZFILE z.B. auf x:\projekte\myprojekt\tmp\ger\stolle.txt
Die Funktion "reg" setzt direkt einen Wert in der Registry. Wird kein "Wert" angegeben, wird der angegebene Wertename gelöscht.
reg Basiskey Key Wertname Wert
Einer der durch Windows definierten Registry Basiskeys:
HKEY_CLASSES_ROOT, HKEY_CURRENT_USER, HKEY_LOCAL_MACHINE, HKEY_USERS
Name des Schlüssels. Backslash müssen als Doppel-Backslash geschrieben werden.
Name des Wertes, der gesetzt werden soll. "@" = Kein Wertname (Standardwert)
Wert der gesetzt werden soll.
reg HKEY_CLASSES_ROOT hhJobControl @ "hhJob Control"
Die Funktion "regdef" setzt wie "reg" direkt einen Wert in der Registry. Allerdings wird der Wert nur gesetzt, wenn er nicht bereits gesetzt ist. Also: Es wird nur ein Initialwert vereinbart!
regdef Basiskey Key Wertname Wert
Einer der durch Windows definierten Registry Basiskeys:
HKEY_CLASSES_ROOT, HKEY_CURRENT_USER, HKEY_LOCAL_MACHINE, HKEY_USERS
Name des Schlüssels. Backslash müssen als Doppel-Backslash geschrieben werden.
Name des Wertes, der gesetzt werden soll. "@" = Kein Wertname (Standardwert)
Wert der gesetzt werden soll.
regdef HKEY_CURRENT_USER "Software\\Informix\\Environment" INFORMIXSERVER sognt3
regexp führt vor setzen der Registrywertes eine einfache Variablenauflösung für den angegebenen Wert durch. Ansonsten gleiche Funktion und Syntax wie "reg".
Löscht einen ganzen Registrybaum.
regdeltree HKEY_CLASSES_ROOT .jcr\\ShellNew
Setzt eine DWORD-Registrywert.
regn HKEY_LOCAL_MACHINE "system\\CurrentControlSet\\services\\rdr\\parameters" EnablePlainTextPassword 1
Die Funktion "mskenvsel" selektiert für alle nachfolgenden Befehle den aktuell betroffenen Environmentbereich.
mskenvsel Bereich Projekt
Umgebungsbereich für Fensterinformationen
BASE, PROJ, VORORT, USER
Name des Projektes, für Ablage der nachfolgenden Variablen.
Das Zeichen "-" definiert das aktuelle Projekt.
Die Funktion "mskenv" registriert eine Maskeninformationsvariable in dem vorher mit dem Kommando "mskenvsel" eingestellten Variablenbereich.
mskenvl Variable Wert
Name der Maskenvariablen.
Zu setzender Wert. Ist der Wert leer, wird die Variable im entsprechenden Bereich gelöscht.