Das bearbeiten von Stammdaten aktualisiert nicht mehr automatisch die Kontaktidentifikationsdaten. Diese Systematik gibt es nicht mehr, um die Performance an diversen Stellen zu verbessern.
Stattdessen ist nun der Job dafür vorgesehen, die Kontaktidentifikationsdaten in regelmäßigen Intervallen zu aktualisieren.
Auf Basis der in der Konfiguration definierten Daten erzeugt der Job normierte Identifikationswerte in der kontaktinfo-Tabelle.
Wird über den Identifikationsdialog, oder aber durch ein Programm wie den Importhandler ein Wert in der Tabelle gesucht, greift dabei folgende Systematik um das Ergebnis zu ermitteln:
Es wird ein Hash-Wert (Lookup) des Suchbegriffes gebildet, in Abhängigkeit des gesuchten Typs (Email, Telefon, Text) um in Frage kommende Daten der Tabelle zu selektieren.
Für diese Datensätze wird dann die Levenstheindistanz zum normierten Suchbegriff gebildet.
Ergebnisse mit einer Distanz < 5* werden auf Basis der Distanz und der für die Tabelle festgelegten Priorität entsprechend in einer Genauigkeit gruppiert:
Alle Ergebnisse mit Distanz > 0 erhalten die Genauigkeit 2 (Abweichung)
Alle Ergebnisse mit Distanz = 0 werden dann noch einmal aufgeteilt:
Genauigkeit 1 (Genau) => Für Ergebnisse unterschiedlicher Zieldatensätze für die es mehr als einen Treffer für die Priorität gibt.
Genauigkeit 0 (Eindeutig) => Für Ergebnisse unterschiedlicher Zieldatensätze für die es nur einen Treffer für die Priorität gibt.
Entsprechend greift bei der Identifizierungslogik der erste eindeutige Treffer.
*Die Beschreibung basiert auf der standardmäßig eingestellten Distanz für Telefonnummern.
Bei Emailadressen gibt es die Besonderheit das eine eindeutige Identifizierung, trotz Abweichung, über die Domain möglich ist.
Dabei gehen wir davon aus, dass Domains Kunden- bzw. Lieferantenspezifisch sind und somit immer zu einem bestimmten Datensatz gehören.
Ausgenommen davon sind Domains die über die Konfiguration eine Abweichende Distanz festgelegt haben. Dies dient dazu um solche allgemeinen Domains wie @gmail.com von dieser Besonderheit auszuschließen.
Bei der Ermittlung der Distanz von Telefonnummern spielt auch der Abstand der ersten unterschiedlichen Ziffer zum Ende eine Rolle. Ist dieser größer als die maximale Distanz, obwohl sich die beiden Nummern nur um eine Ziffer unterscheiden wird die Nummer nicht in Betracht gezogen.
Dies kann zum Beispiel vorkommen wenn sich Telefonnummern nur um eine Ortsvorwahl unterscheiden.
Hat ein Kunde X zwei Ansprechpartner (1 und 2) und ruft einer der Ansprechpartner mit einer zentralen Nummer an (die auch im Kunden eingestellt ist), so würde folgendes Ergebnis entstehen:
Genau: Ansprechpartner 1, Ansprechpartner 2
Eindeutig: Kunde
Entsprechend wird der Kunde als Ergebnis zurück gemeldet, da die Ansprechpartner zwar eine höhere Priorität haben, aber in diesem fall kein eindeutiges Ergebnis liefern.
Die Funktionsweise können Sie im p718 - Kontaktidentifikation (kontaktinfo) ausprobieren.
Neben der Ermittlung der Ergebnisse auf Basis der Suchkriterien wird bei Personenbezogenen Daten auch eine Berechtigungsprüfung durchgeführt.
Fehlen die Berechtigungen zur Anzeige des Datensatzes wird zwar ein Treffer dargestellt, jedoch ist der Inhalt nicht ersichtlich.