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SOG WMS Kommissionierung Basisinformationen


Die Datenbasis für die Kommissionierung wird durch die Belegerzeugung Verkauf (p104) bereitgestellt. Das p104 ermittelt für die freigegebenen Positionen eines Auftrags die Lagermengen und Entnahme Lagerplätze gemäß den Einstellungen in der Lagersteuerung (p826). Diese werden dann in einem Packzettel zusammengestellt.

Um die Packzettel mit Scannern in SOG WMS kommissionieren zu können, müssen diese im Leitstand Warenausgang (vsleitwa) freigegeben werden.
Mit der Freigabe der Packzettel im Leitstand stehen diese auf dem Scanner zur Verfügung (Aktive Variante). SOG WMS bietet dem Nutzer zwei mögliche Varianten: „Aktive Kommissionierung“ (aktive Variante) und „Kommissionierung“ (passive Variante).

  • Durch die Auswahl des Programms „Kommissionierung“ erhält der Mitarbeiter automatisch (gemäß der Kommissionier-Prioritäten bzw. der Position im Leitstand) einen Packzettel zugeteilt, der dann positionsweise wegeoptimiert aufgrund der Artikel-Matchcodes abgearbeitet wird.

  • Bei der Auswahl des Programms „Aktive Kommissionierung“ erhält der Mitarbeiter die Möglichkeit, sich selbst einen Packzettel aus der Auswahlmaske zuzuteilen. Dieser wird dann ebenfalls positionsweise wegeoptimiert aufgrund der Artikel-Matchcodes abgearbeitet. Diese Variante bietet sich besonders für die Sonderfälle wie „Dieser Auftrag muss heute raus!“ an.Jeder ausgewählte Auftrag kann standardmäßig nur von einem Mitarbeiter gleichzeitig bearbeitet werden.

    Mit Anwahl der Funktionen „Aktive Kommissionierung“ oder „Kommissionierung“ werden alle Positionen des Packzettels mit dem Profil des Mitarbeiters verglichen. Das Profil ist entweder fest im Sachbearbeiter Stamm hinterlegt, oder es wurde im Vorwege über die Funktion „Profil Wechsel“ ausgewählt. Die gültigen Positionen werden in der Reihenfolge der in den Parametern (Global) aktivierten Sortierung ausgegeben. Die Anzahl der maximalen Positionen je Kommissionier-Vorgang kann durch Hinterlegung in den SOG WMS Parametern (Kommissionierung) gesteuert werden. Der Wert der maximalen Anzahl sollte nicht zu groß gewählt werden, um eine Aufteilung von sehr großen Packzetteln auf mehrere Mitarbeiter und damit den Überblick über die Arbeitsbelastung zu behalten und eine zeitnahe Abarbeitung großer Aufträge zu erreichen.

    Der Scann Vorgang startet als erstes mit dem Scann des Entnahme Lagerplatzes, dann erfolgt der Scann des Artikels, (ggf. der Partie) und abschließend die Eingabe der Menge. Zusätzlich kann der Scann eines „Etikettendruckers“ vor dem ersten Scann eines Lagerplatzes Aktiviert werden. Dann erfolgt dieser Scann Schritt einmalig für jeden Vorgang. Mit diesem Scann wird der Druck von Etiketten ausgelöst. Die Etiketten werden nur für die Positionen dieses Kommissionier Vorgangs erstellt. Damit ist sichergestellt, das die Etiketten zur Ware gehören und nicht mit anderen Vorgängen vermischt werden.

    Nach jeder Eingabe der Menge, kann eine Bestätigungsabfrage erfolgen. Damit ist nicht die Eingabe der Menge der abschließende Schritt. Dieser „Scann OK“ ermöglicht noch einmal die Kontrolle über die vorgehenden Daten, insbesondere die der Menge. Mit der Funktion 1. Schritt zurück kann die Eingabe notfalls korrigiert werden. Erst mit dem Bestätigen des „Scann OK“ wird die eigentliche Buchung ausgelöst.

    Nach einem erfolgten „Scann OK“, kann über eine Parameter-Einstellung eine Überprüfung des Lagerplatzes/Artikels veranlasst werden. Diese Prüfung ermittelt den Effektiv Bestand nach der gerade erfolgten Buchung. Ist der Bestand des Artikels auf diesem Lagerplatz Null, kann eine Abfrage aktiviert werden. Diese Abfrage erwartet die Bestätigung der Frage „Ist der Lagerplatz/Artikel leer“ . Damit wird erreicht, das ein Visueller Vergleich zwischen Soll und Ist durchgeführt wird, in dem Moment, wo dieser am einfachsten zu beantworten ist. Die positive Bestätigung auf die Frage führt zu einem „Zeitstempel“ in einer speziellen Tabelle. Die negative Bestätigung führt dito zu einem Eintrag in der Tabelle „Zeitstempel“ und zur Abfrage wie viel den vom Artikel „gefunden“ wurde. Die „gefundene" Ware wird jetzt mit einer Buchung diesem Lagerplatz gutgeschrieben und einer weiteren Buchung von einem „Differenzen“ Lagerplatz abgebucht. Mit dieser Tabelle und der Auswertung des Differenzenlagers kann eine Inventur Unterstützung und die Optimierung bzw. Fehlerminimierung des Lagers erfolgen.

    Sind alle Positionen des Vorgangs aufgenommen, erfolgt der Scann des Kommissionier Ziels. Das Ziel ist ein Lagerplatz in der Versand oder Warenausgangszone. Hier wird die Ware des Packzettels gesammelt. Mit Scann dieses Lagerplatzes ist der Vorgang abgeschlossen. Enthält der Basis-Auftrag des Packzettel Ware, die mit einem QS-Katalog gekennzeichnet wurde, ist der Ziel Lagerplatz der Eingang in die QS. In der QS können dann die hinterlegten Maßnahmen durchgeführt werden. Mit Scann des QS-Eingangs kann der Druck eines Begleitdokumentes Angestoßen werden. Mit Verlassen dem Ausgang der Ware aus der QS, muss der Sammelplatz angesteuert werden, um auch diese Ware zum Kommissionier-Ziel zu verbringen.

    QS-Ware ist immer ein eigenständiger Vorgang und wird nicht mit der „nicht“ QS-Ware vermischt.

    Aktive Kommissionierung
    Ein Kommissionier-Auftrag wird manuell vom Sachbearbeiter ausgewählt und abgearbeitet. Dazu muss entweder die Freigabe über den Leitstand erfolgt sein, oder die Packzettel Freigabe P108 ist nicht aktiv.

    Passive Kommissionierung
    Nach der Anwahl werden alle anstehenden Kommissionier-Aufträge in Reihenfolge der Priorität durchlaufen. Die noch offenen Positionen werden dann dem Sachbearbeiter zugeordnet. Eine Vermischung von mehreren Aufträgen findet nicht statt. Die Reihenfolge wird in den Kommissionier-Prioritäten festgelegt.
    Eine Freigabe der Packzettel über den Leitstand muss nicht erfolgen, die Packzettel werden mit dem ersten Vorschlag einer Position automatisch freigegeben.

    Kommissionierung mit Transportmitteln
    Diese Möglichkeit kann in den Parametern eingestellt werden. Vor dem Scan der ersten Position wird der Scan des Transportmittels abgefragt, auf das kommissioniert werden soll.
    Die Transportmittel müssen als Kommissionier-Transportmittel gekennzeichnet sein.
    Die dann folgenden Positionen werden auf das Transportmittel gepackt. Ein Transportmittel kann nur mit einem Auftrag beladen werden. Muss während des Kommissionier-Vorgangs ein weiteres Transportmittel benutzt werden, muss der Kommissionier-Vorgang abgebrochen werden (Escape, mit Abschluss über den Ziellagerplatz). Nach der erneuten Anwahl, kann dann ein weiteres Transportmittel gescannt werden.

    In dieser Variante muss das P382 benutzt werden mit dem Scann des Transportmittels statt des Lieferscheins, da nur das P382 die Transportmittel wieder von der Ware befreit.
    Die Transportmittel sind grundsätzlich Wiederverwendbare.

    Ist ein entsprechendes Recht vorhanden, kann eine Position auch auf mehrere Transportmittel aufgeteilt werden. Wird eine Teilmenge erfasst, erfolgt wie immer bei einer Teilmenge der Aufruf der Funktionsauswahl . Hier kann jetzt die Funktion "Aufteilen" gewählt werden. Die Position
    wird dann abgeschlossen und es wird eine neue Position mit der Restmenge gebildet, die sofort weiter verarbeitet werden kann.

Scannablauf


Lieferscheinnummer
Transportmittel (kann eingeschaltet werden)
Etikettendrucker (nur wenn in den Parametern hinterlegt)
Lagerplatz (kann abgeschaltet werden)
Artikel (kann abgeschaltet werden)
Partie (nur bei Artikeln, bei denen die Partieverwaltung eingeschaltet ist)
Etikett 1 Anzahl
Etikett 1 Menge
Etikett 2 Anzahl
Etikett 2 Menge
Behälter (kann eingeschaltet werden)
Menge
KKS Nummer (kann eingeschaltet werden)
Scan OK (kann abgeschaltet werden)
Platz leer (kann eingeschaltet werden)
Menge
Scan OK (kann abgeschaltet werden)
Transportmittel zuführen

Es kann parallel zu SOG WMS mit einem schriftlichen Packzettel gearbeitet werden. Dazu ist im Parameter-Programm pp108 für den Packzetteldruck eine entsprechende Einstellung vorzunehmen.
Dann erfolgt paralell zur Übergabe an das LVS-System die Bereitstellung im p108 zum papiermäßigen Ausdruck.

In den Kommissionier-Programmen wird die gewählte Variante, z.B w121 - Multi-Auftrag Kommissionierung (lvsmak) oder w111 - Kommissionierung (lvskomm) im Job gespeichert. Erfolgt ein Abbruch des Kommissionierens, startet die Kommissionierung immer in dieser Variante unabhängig davon über welches Programm die Kommissionerung wieder aufgerufen wird.

Z.B. Start der Kommissionierung über w121 - Multi-Auftrag Kommissionierung (lvsmak), min. eine Position wird verarbeitet. Dann erfolgt der Abbruch der Kommissionierung. Ein Neustart über w111 - Kommissionierung (lvskomm) setzt im w121 - Multi-Auftrag Kommissionierung (lvsmak) nächsten Verarbeitungspunkt wieder auf.

noch zu ergänzen:
Wenn der Vorgang zwischendurch beendet wird, bleiben die Daten dem User des Scanners zugeteilt. Bei erneutem Aufruf des Programms kommt eine Meldung auf dem Scanner "Vorgangsdaten vorhanden".
=> Die Vorgangsnummer erfassen oder mit ENTER bestätigen. Dann wird der entsprechende Vorgang erneut aufgerufen.

In die Scannermaske kann das Feld "nächster Lagerplatz" eingebunden werden.
Bei beiden Kommissioniervarianten "Aktive" und Passive" wird der nächste Lagerplatz angezeigt, von dem kommissioniert werden muss.

Scan Anzeige




Hier folgt die Erklärung der Anzeigefelder in dem Dialog für Kommissionierung:

1. Allgemeine Informationen

Angezeigt werden allgemeine Informationen.
Dies ist in den meisten Fällen informatorische Hinweise, wie auch Beschreibung zum aktuellen Umfeld.

2. Lieferscheinbezogene Informationen

Angezeigt werden lieferscheinbezogene Informationen.
Das Anzeigefeld setzt sich aus den folgenden Informationen zusammen:

Lieferscheinnummer des aktuellen Vorgangs
Matchcode des aktuellen zum Lieferschein gehörigen Kontos

3. Positionsbezogene Informationen

Angezeigt werden hier positionsbezogene Informationen.
Das Anzeigefeld setzt sich aus den folgenden Informationen zusammen:

Bruttogewicht des aktuellen Lieferscheins => f095.brut
Aktuelle Position:
Dies ist einfach ein Zähler, der die für den aktuellen Vorgang bereits verarbeiteten Positionen hochzählt.
Anzahl Positionen:
Die Anzahl errechnet sich aus der maximalen Lieferscheinspositionsanzahl des aktuellen Vorgagng, abzüglich der Positionen, die für die aktuelle Verarbeitung nicht zulässig sind (Verarbeitung durch anderen Mitarbeiter).
Gesamtanzahl:
Dabei hndelt es sich um alle zu dem Vorgang zugehörigen Lieferscheinpositionen