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Jobverarbeitung Bildimport


Das Programm k858 - Jobverarbeitung Bildimport (bildjob) erlaubt den Import von Artikelbildern aus dem Dateisystem in die entsprechenden SOG ERP (VACOS)-Bildverzeichnisse. Dabei werden Datensätze des Bildstamm (f058) und der Artikel-/Bildverknüpfungen (f059) erzeugt bzw. aktualisiert.

Der Bildimport erlaubt den gleichzeitigen Import von Artikel-, Druck- und Katalogdruckbildern des Bildstamms.

Verarbeitungsablauf


Abhängig von der Konfiguration des Bildimports läuft der Importvorgang in folgenden Schritten ab:

 

1. Verzeichnisscan

Die einzelnen Quellverzeichnisse werden auf Basis der Hinterlegung zu den einzelnen Bildarten (Anzeige-, Druck-, und Katalogbild) auf zu verarbeitende Bilder gescannt. Für jede einzelne Datei wird hier geprüft, ob die Hinterlegung zum Präfix, Suffix und zur Dateiendung der Bildart auf die Datei passt, und das Bild dann entweder der Bildart zugeordnet oder verworfen. Wenn die Bilder für die einzelnen Bildarten aus demselben Quellverzeichnis stammen, kann es in diesem Schritt dazu kommen, dass ein Bild mehr als nur einer Bildart zugeordnet wird.

2. Bereinigung der Zuordnung

Nach dem Verzeichnisscan werden Bilder, die mehr als einer Bildart zugeordnet worden sind, derjenigen Bildart zugeordnet, die für das Bild am Besten passt. Nach der Bereinigung ist jedes Bild nur einer einzigen Bildart zugeordnet.

Beispiel:
Für Anzeigebilder wurde weder ein Präfix, noch ein Suffix definiert. Für Druckbilder wurde jedoch hinterlegt, dass die Bilder das Präfix "d_" haben müssen. Beim Verzeichnisscan wird nun das Bild "d_123456.jpg" sowohl als Anzeigebild zugeordnet (da hier kein Präfix definiert ist) und als Druckbild zugeordnet (da hier das Präfix "d_" passt). In der nun folgenden Bereinigung wird erkannt, dass durch die Angabe des Präfix in der Konfiguration für das Druckbild diese Konfiguration besser zur Datei passt als die Konfiguration für das Anzeigebild und das Bild damit nur dem Druckbild zugeordnet.

Wenn für ein Bild keine Konfiguration ermittelt werden kann, die besser passt als eine andere, wird das Bild mit der Wertung Anzeigebild > Druckbild > Katalogdruckbild zugeordnet.

3. Bildung von Identifikationsnamen

Für jedes den einzelnen Bildarten zugeordnete Bild wird ein sogenannter Identifikationsname gebildet. Dieser besteht aus dem Dateinamen, wird jedoch vom Präfix, Suffix und der Dateiendung befreit, der für die Bildart definiert wurde.

Beispiel:
Für Druckbilder wurde das Präfix "d_" und das Suffix "_2010" definiert. Der Identifikationsname der Datei "d_123456_2010.jpg" lautet damit "123456".

4. Anreicherung der Bildarten

Auf Basis der Herkunftskonfiguration der Bildarten werden diese jetzt mit den zugeordneten Bildern der anderen Bildarten angereichert. Dabei wird zur Identifikation fehlender Bilder der vorher gebildete Identifikationsname verwendet.

Beispiel:
Für Druckbilder wurde als Herkunft "Quellverzeichnis oder Katalogdruckbild" eingestellt. Den Katalogdruckbildern wurde beim Verzeichnisscan eine Datei "k_123456.jpg" zugeordnet, dessen Identifikationsname "123456" ist. Bei den Druckbildern befindet sich jedoch kein Bild mit dem Identifikationsnamen "123456". Damit wird das Katalogdruckbild "k_123456.jpg" auch den Druckbildern zugeordnet.

5. Bildung von Bildsätzen

Die Bilder, die jetzt den einzelnen Bildarten zugeordnet sind, werden jetzt in Bildsätze zusammengefasst. Ein Bildsatz besteht dabei aus einem Anzeigebild, einem Druckbild und einem Katalogdruckbild. Die Identifikation zusammengehöriger Bilder erfolgt über den Identifikationsnamen. Nach der Zusammenführung in einzelne Bildsätze werden diese auf Vollständigkeit geprüft. Dabei muss ein Bildsatz immer zwingend ein Anzeigebild beinhalten und abhängig vom Kennzeichen Druckbildzwang auch ein Druckbild bzw. abhängig vom Kennzeichen Katalogdruckbildzwang ein Katalogdruckbild. Unvollständige Bildsätze werden hier verworfen und nicht weiterverarbeitet.

Beispiel:
Den Anzeigebildern wurden die Dateien "a_123456.jpg" und "a_987654.jpg" zugeordnet. Bei den Druckbildern existieren die Dateien "d_123456.jpg", "d_987654.jpg" und "d_323232.jpg". Katalogdruckbilder sind nicht vorhanden. Das Anzeigebild "a_123456.jpg" und das Druckbild "d_123456.jpg" werden jetzt unter der Identifikation "123456" zu einem Bildsatz zusammengeführt, Anzeigebild "a_987654.jpg" und Druckbild "d_987654.jpg" bilden den Bildsatz "987654". Druckbild "d_323232.jpg" bildet einen eigenen Bildsatz "323232" und wird nach Prüfung auf Vollständigkeit verworfen, da der Bildsatz kein Anzeigebild enthält. Wenn hier zusätzlich über das Kennzeichen Katalogdruckbildzwang jeweils ein Katalogdruckbild vorhanden sein müsste, würden auch die Bildsätze "123456" und "987654" verworfen werden.

6. Aktualisierung Bilddaten (f058)

Wenn der Originalpfad der Quelldateien im Zielverzeichnis beibehalten wird, werden jetzt bereits vorhandene Bildstamm-Datensätze (f058) ermittelt und in diesen Datensätzen evtl. nicht vorhandene Druck- oder Katalogdruckbilder ergänzt. Die Identifikation der bereits vorhandenen Bildstamm-Datensätze erfolgt dabei über den Dateinamen des Anzeigebildes. Dazu wird für das Anzeigebild im Bildsatz der Ziel-Dateiname gebildet, der sich aus dem Ziel-Präfix, dem Identifikationsnamen, dem Ziel-Suffix und der Dateiendung des Bildes zusammensetzt.

Beispiel:
Für Anzeigebilder wurde als Ziel-Präfix "a" definiert. Daraus ergibt sich für das Anzeigebild "a_123456.jpg" aus dem Bildsatz "123456" der Ziel-Dateiname "a123456.jpg". Jetzt werden alle Bildstamm-Datensätze (f058) herangezogen, bei denen der Pfad des Anzeigebildes mit diesem Ziel-Dateinamen übereinstimmt und hier mit dem Druckbild und dem Katalogdruckbild aus dem Bildsatz aktualisiert.

7. Durchführung der Artikelidentifikation

Über den Identifikationsnamen des Bildsatzes wird der Artikelbezug hergestellt. Bildsätze, die in Schritt 6 zur Aktualisierung bestehender Bildstamm-Datensätze herangezogen wurden, werden hier nicht verarbeitet.
Über das Kennzeichen Artikelidentifikation wird gesteuert, ob die Artikel über die Artikel-ID oder den Artikelmatchcode des Artikels identifiziert werden. Als Artikelsatzart wird zur Identifikation die hinterlegte Artikelsatzart verwendet.
Wenn über den Identifikationsnamen auf mehrere Artikel verwiesen wird, kann ein Trennzeichen angegeben werden, über das der Identifikationsname dann in mehrere Teile getrennt wird, für die jeweils eine separate Artikelidentifikation durchgeführt wird. Durch die Angabe eines Endzeichens kann bestimmt werden, dass nur der vordere Teil des Identifikationsnamens bis zum Endzeichen zur Identifikation verwendet wird.
Wenn für einen Bildsatz keine Artikel gefunden werden und das Kennzeichen Import ohne Artikel keinen Import ohne Artikel erlaubt, wird der Bildsatz verworfen.

Beispiel:
Die Artikelidentifikation wurde so konfiguriert, dass eine Identifikation über die Artikel-ID mit Artikelsatzart "1" und Trennzeichen "_" erfolgt. Für den Bildsatz "123456_323232" werden dabei die Artikel "1/123456" und "1/323232" identifiziert.

8. Erzeugung Bilddaten (f058)

Für alle Bildsätze, die im Schritt 6 nicht zur Aktualisierung herangezogen wurden, werden jetzt Bildstamm-Datensätze (f058) erzeugt. Hier werden auch die Ziel-Dateinamen der einzelnen Bilder festgelegt. Wenn der Originalpfad der Quelldateien beibehalten wird, so wird der Ziel-Dateiname aus dem Ziel-Präfix, dem Identifikationsnamen, dem Ziel-Suffix und der Dateiendung zusammengesetzt. Wenn der Originalpfad nicht beibehalten wird, ergibt sich der Ziel-Dateiname aus dem Ziel-Präfix, der Bildnummer des Bildstammes (f058), dem Ziel-Suffix und der Dateiendung.

9. Erzeugung Bild-/Artikelverknüpfungen (f059)

Für alle Bildsätze, für die über die Artikelidentifikation Artikel gefunden wurden, werden jetzt Bild-/Artikelverknüpfungen (f059) erzeugt. Wenn zu einem Artikel noch keine Bild-/Artikelverknüpfung (f059) vorhanden ist, wird der Artikelstatus des zu verknüpfenden Artikels auf den unter Kennzeichen Artikelstatus hinterlegten Wert gesetzt.

10. Import der Bilddateien

Nach der Erzeugung/Aktualisierung der Datenstrukturen werden die einzelnen Dateien aus den Quellverzeichnissen in die Zielverzeichnisse kopiert. Wenn eine Datei aus dem Quellverzeichnis im Zielverzeichnis bereits vorhanden ist und das Ersetzungskennzeichen ein Überschreiben der Datei nicht erlaubt, wird die Datei nicht kopiert. Vor der Ersetzung einer bereits vorhandenen Datei im Zielverzeichnis wird eine Sicherungsdatei erstellt, die in ein Verzeichnis unterhalb des Zielverzeichnisses kopiert wird.

11. Löschung Quell- und Sicherungsdateien

Wenn das Kennzeichen Löschung Sicherungsdateien gesetzt ist, werden evtl. erstellte Sicherungsdateien nach dem Import der Bilddateien gelöscht. Über das Kennzeichen Löschung Quelldateien kann gesteuert werden, dass die Quelldateien im Quellverzeichnis nach dem Kopieren ins Zielverzeichnis gelöscht werden.

Aufruf


Der Aufruf erfolgt aus dem Untermenü Allgemeine Funktionen/Import des SOG Active Skin Startmenü.

Funktionen (Softkeys) Jobverarbeitung Bildimport